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ZL-Spezial-Ringversuch 2017 – Cremezubereitung mit Erythromycin und Metronidazol

Von den vielen Millionen Rezepturen, die jährlich in Deutschlands Apotheken angefertigt werden, entfällt der größte Teil auf Creme- und Salbenzubereitungen sowie Kapseln und Lösungen. Daneben werden aber auch Augentropfen, Säfte, Vaginalovula, Zäpfchen und andere Darreichungsformen verordnet, die zwar seltener angefordert werden, häufig aber höhere Anforderungen an die Herstellung beinhalten. Außerdem passen nicht immer alle verordneten Wirkstoffe optimal zusammen, und doch ist manchmal eine gemeinsame Verarbeitung aufgrund synergistischer Wirkungen in der Therapie gewünscht und nötig.

Dabei müssen mögliche rezeptierbare pH-Bereiche und Besonderheiten bei der Verarbeitung beachtet werden, genauso wie eingeschränkte Verwendbarkeitsfristen. Ist eine Apotheke bzw. das herstellende pharmazeutische Personal mit speziellen Herstellungsverfahren aufgrund mangelnder Routine oder mit besonderen Zubereitungen nicht mehr optimal vertraut und bestehen Unsicherheiten bezüglich der Zuverlässigkeit des angewendeten Verfahrens, so bietet sich die Teilnahme am Spezial-Ringversuch an.

Die Ringversuchsteilnahme gibt Gelegenheit, sich Klarheit über die Qualität der eigenen Herstellungsvorgänge und der selbst zubereiteten Produkte zu verschaffen sowie kritische Abläufe in wichtigen Bereichen der Rezepturherstellung zu überprüfen. Außerdem dient der Spezial-Ringversuch dazu, sich mit weniger häufig auftretenden Herstellverfahren oder besonderen Zubereitungen wieder vertraut zu machen, um damit die Qualität der Herstellung auf dem erforderlichen Stand zu halten oder weiterzuentwickeln. Dies alles ermöglicht letztlich, jederzeit die Qualität jedes hergestellten Arzneimittels sicherstellen zu können.

Kontrolliert wird die Qualität einer in der Apotheke hergestellten Zubereitung, die für die einzelne Apotheke eine besondere Herausforderung beinhaltet, da sie entweder aufgrund geringer Nachfrage selten hergestellt wird oder trotz häufiger Herstellung besondere Anforderungen beinhaltet, die bei Nichteinhaltung den Anwender gefährden oder aber zu einer Instabilität der Rezeptur führen können. Bei den für die Spezial-Ringversuche ausgewählten Zubereitungen handelt es sich um standardisierte oder freie Rezepturen in verschiedenen Darreichungsformen, die exemplarisch für alle vergleichbaren Herstellungsvorgänge stehen.

Überprüft werden folgende zertifikatsrelevante Prüfparameter:

  • Wirkstoffidentität, -gehalt und -verteilung von Erythromycin
  • Wirkstoffidentität, -gehalt und -verteilung von Metronidazol
  • Partikelgröße
  • pH-Wert
  • Galenische Beschaffenheit (Aussehen, korrekte Grundlage)
  • Korrekte Angabe von Wirkstoffnamen und - mengen
  • Optional: Kennzeichnung nach §14 ApBetrO


Die Anmeldung zur Teilnahme ist bis zum Anmeldeschluss während des gesamten Jahres möglich. Anmeldeschluss ist der 1. Oktober 2017.
Die Kosten betragen 375,- Euro zzgl. MwSt, das Zusatzzertifikat Kennzeichnung 25,- Euro zzgl. MwSt.

Der „ZL-Spezial-Ringversuch zur Qualitätssicherung von in Apotheken hergestellten Rezepturen mit besonderen Herausforderungen“ wurde von der Bundesapothekerkammer als Fortbildungs-veranstaltung für Apotheker/PTA unter der Veranstaltungs-Nr. BAK 2016/294 (Kategorie 1b: Pharmazeutische Qualitätszirkel und Arzt-Apotheker-Gesprächskreise) akkreditiert und mit acht Punkten pro Team bewertet.

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